Giant Magellan Telescope

Connova liefert Präzisionsbauteile für das Giant Magellan Telescope

27.10.2025 – Das Giant Magellan Telescope (GMT) zählt zu den ambitioniertesten Wissenschaftsprojekten der Gegenwart. Nach seiner geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2030 wird es mit einer zehnfach höheren Auflösung als das Hubble-Teleskop unser Verständnis des Universums grundlegend erweitern.
Im Fokus stehen dabei vor allem erdähnliche Exoplaneten, deren Atmosphären auf Spuren von Leben untersucht werden sollen.

Ein zentrales Instrument des GMT ist der G-CLEF-Spektrograph (Giant Magellan Telescope – Large Earth Finder) – ein hochpräzises Messsystem, das selbst kleinste Schwankungen im Sternenlicht registrieren kann. Damit solche Daten mit der erforderlichen Genauigkeit erfasst werden, müssen die optischen Komponenten extrem stabil und vibrationsfrei positioniert werden.

 

Hochleistungs-Verbundwerkstoffe aus der Schweiz

Für diese anspruchsvolle Aufgabe wurde die Connova AG aus Villmergen (CH) als Technologiepartner ausgewählt. Das Schweizer Unternehmen entwickelte und fertigte Halterahmen aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK), die im Hochvakuum des G-CLEF-Spektrographen auch unter extremen Temperaturbedingungen absolut formstabil bleiben müssen.

Die Konstruktionsvorgaben waren kompromisslos:

  • Nahezu null thermische Ausdehnung (CTE ≈ 0 K⁻¹)
  • Maximale Steifigkeit bei minimalem Gewicht
  • Langfristige strukturelle Stabilität
  • Keine Ausgasung im Vakuum

 

Connova setzte hierfür mit Ihren Composites für die Raumfahrtindustrie auf Ultrahochmodul-Carbonfasern in einer Cyanatester-Matrix, kombiniert mit INVAR36-Komponenten – einem Nickel-Eisen-Werkstoff mit ebenfalls minimalem Wärmeausdehnungskoeffizienten.

Ultrahochmodul Carbonfasern

Schweizer Ingenieurskunst liefert das Unmögliche

Von der Konzeptphase über Simulation und Konstruktion bis zur Fertigung und Qualitätssicherung realisierte Connova das Projekt vollständig inhouse.
In Zusammenarbeit mit der Universität Bern wurden die Komponenten umfangreichen Tests unterzogen – unter anderem thermischen Zyklen und Vakuumprüfungen unter realitätsnahen Bedingungen.

Der leitende Ingenieur des G-CLEF-Projekts fasste es treffend zusammen:

„Wir haben noch nie so makellose Verbundbauteile gesehen – und das bezog sich nicht nur auf die Oberfläche. Die Ergebnisse der Strukturtests waren einfach herausragend.“

 

Beitrag zur modernen Astronomie

Mit der Entwicklung und Fertigung der CFK-Spiegelhalter für M1, M2 und den Gitterstabilisator trägt Connova entscheidend dazu bei, dass das Giant Magellan Telescope die nächste Generation astronomischer Forschung ermöglicht.

Das Projekt steht sinnbildlich für das, was Connova auszeichnet: Schweizer Präzision, modernste Verbundwerkstofftechnik und interdisziplinäre Zusammenarbeit – in einem Umfeld, das höchste Anforderungen an Material, Fertigung und Engineering stellt.

Case Study jetzt verfügbar

Die vollständige technische Case Study „CFK Spiegelhalter für das Giant Magellan Telescope steht ab sofort auf unserer Website kostenlos zum Download bereit.
Sie bietet tiefere Einblicke in die verwendeten Materialien, Testverfahren und den Entwicklungsprozess dieses außergewöhnlichen Projekts.

In eigener Sache – Veröffentlichung beim Composites United (CU) Report

Dieses Projekt wurde zudem in einer zweiseitigen Sonderveröffentlichung im aktuellen Composites United (CU) Report vorgestellt. Wir bedanken uns herzlich beim Redaktionsteam für die Aufnahme dieser Erfolgsgeschichte und die wertvolle Plattform, Schweizer Ingenieurskunst international sichtbar zu machen.

Veröffentlichung beim Composites United (CU) Report