KNOW-HOW

Erfahrung im Motorsport insb. Formel 1, sowie bei Premium-, Tuning- und Sonderfahrzeugen

COMPOSITES

Weniger Gewicht, steifere Karosserie, bessere Performance

INDIVIDUALITÄT

Umsetzung der Aufträge innerhalb kürzester Zeit

Rennsport und Automobilindustrie

Leichte und stabile Composite-Bauteile sind im Rennsport und der Automobilindustrie nicht mehr wegzudenken. Für die Formel 1 stellen wir schon seit Langem Bauteile für das Team von Schweizer F1 Team her. Auch in anderen Rennserien sowie bei Premium-, Tuning- und Sonderfahrzeugen haben wir uns über die Jahre viel Wissen und einen breiten Erfahrungsschatz in Composites-Anwendungen erarbeitet. So können wir auch in kürzester Zeit höchste Anforderungen an Produkte und Prozesse erfüllen – individuell und zertifiziert.

Wann sich Composite im Fahrzeugbau rechnet

Nicht jedes Bauteil wird durch Faserverbundwerkstoffe besser. Die Entscheidung fällt nicht am Werkstoff, sondern am Lastfall, an der geforderten Steifigkeit und an der Stückzahl.

Composite spielt seine Stärken dort aus, wo Masse bewegt oder beschleunigt wird, wo Steifigkeit richtungsabhängig eingestellt werden soll oder wo thermische Ausdehnung stört. Kohlenstofffasern lassen sich entlang der Lastpfade legen. Ein CFK-Bauteil ist damit kein Ersatzteil aus einem anderen Werkstoff, sondern eine andere Konstruktion – und will von Beginn an auch so ausgelegt werden. 

Werkstoffe im Automobilbau im Vergleich

Kriterium

CFK

Aluminium

Stahl

Dichte

ca. 1,5–1,6 g/cm³

ca. 2,7 g/cm³

ca. 7,85 g/cm³

Steifigkeit je Masse

sehr hoch, richtungsabhängig auslegbar

mittel

mittel

Thermische Ausdehnung

von nahe null bis werkstofftypisch einstellbar

hoch

mittel

Verhalten unter Wechsellast

sehr gut

begrenzt

gut

Korrosion

keine; Kontaktkorrosion an Metallanbindungen beachten

Schutzschicht erforderlich

Schutzschicht erforderlich

Fügetechnik

Kleben, eingebettete Inserts

Schweissen, Nieten, Kleben

Schweissen, Schrauben

Wirtschaftliches Stückzahlfenster

Einzelstück bis rund 10 000 Stück pro Jahr

mittlere bis hohe Stückzahlen

hohe Stückzahlen

Die Dichteangaben sind Richtwerte für die Werkstoffgruppen. Die projektspezifischen Kennwerte ergeben sich aus Fasertyp, Matrixsystem und Lagenaufbau und werden in der Auslegung bestimmt.

Wann wir von Composite abraten

Diese Einschätzung erhalten Sie von uns auch dann, wenn sie gegen einen Auftrag spricht. Die Machbarkeitsanalyse steht deshalb am Anfang jedes Projekts – nicht das Angebot.

Strukturbauteile und Komponenten für Automobil und Motorsport

Welche Automobil-Komponenten wir für Fahrzeughersteller, Rennställe und Tier-1-Zulieferer fertigen, mit welchem Verfahren und in welcher typischen Losgrösse.

Bauteil

Funktion im Fahrzeug

Typisches Verfahren

Losgrösse

Hitzeschild

Thermische Abschirmung im Motorraum und am Abgasstrang

Prepreg-Autoklav

Serie

Aerodynamik-Baugruppen

Abtrieb, Luftführung, Unterboden und Diffusor

Prepreg-Autoklav

Klein- bis Mittelserie

Strukturbauteile Rennfahrzeug

Lastaufnahme und Steifigkeit im Chassisumfeld

Prepreg-Autoklav

Einzel- bis Kleinserie

Karosserie- und Exterieurbauteile

Sichtbare Aussenhaut in Class-A-Qualität

Prepreg, RTM

Kleinserie

Rotorbandagen und Hülsen

Fliehkraftsicherung der Magnete im Elektromotor

Wickeltechnologie

Serie

Spalttöpfe

Trennung von Rotor und Stator in Pumpen und Nebenaggregaten

Prepreg, RTM

Serie

CFK-Platten und Zuschnitte

Halbzeuge für Vorrichtungen, Verkleidungen und Einbauten

Heisspress-Technologie

Serie

Vorrichtungen und Lehren

Formstabile Fertigungshilfsmittel für die eigene Produktion des Kunden

Werkzeugbau, CNC

Einzelfertigung

Toleranzen

Werkzeugseitige Konturtreue typischerweise ±0,2 bis ±0,5 mm je nach Bauteilgrösse, CNC-bearbeitete Anschlussflächen und Bohrbilder bis ±0,05 mm. Die Toleranzkette legen wir gemeinsam mit Ihnen fest, bevor das Werkzeug konstruiert wird.

Bauteilgrösse

Einzelbauteile bis rund 2 500 × 1 200 × 800 mm. Grössere Baugruppen realisieren wir segmentiert und fügen sie in der eigenen Montage zusammen. 

Einbaufertige Lieferung

Auf Wunsch liefern wir einbaufertig: bearbeitet, lackiert, geprüft und mit Prüfdokumentation. Fertigungstiefe und Montage liegen im eigenen Haus. 

Vom Strak zur Class-A-Fläche

Sichtbare Aussenhautbauteile stellen andere Anforderungen als tragende Strukturen. Die Fläche muss nicht nur die Last tragen, sondern der freigegebenen Designfläche entsprechen – bis in die Reflexion.

Wir übernehmen die Kette ab der freigegebenen Designfläche: Strak-Aufbereitung, Konstruktion des Lagenaufbaus, Auslegung und Bau des Werkzeugs, Fertigung und Oberflächenbehandlung. Jeder dieser Schritte verändert die Fläche geringfügig – durch Schwindung, Rückfederung und Nacharbeit. Wer die Schritte getrennt vergibt, verliert diese Toleranzkette aus dem Blick.

Strak-Aufbereitung, Konstruktion des Lagenaufbaus, Werkzeugauslegung, Werkzeugbau, Fertigung und Oberflächenbehandlung erbringen wir im eigenen Haus. Die Erstellung der Designfläche selbst bleibt bei Ihnen oder Ihrem Designbüro – ab der Freigabe dieser Fläche übernehmen wir. Für Kleinserien, Prototypen und Motorsportfahrzeuge heisst das: eine Ansprechperson von der Fläche bis zum lackierten Bauteil.

Designfläche

Strak

Lagenaufbau

Werkzeug

Bauteil

Oberfläche

Unsere Kernkompetenzen in der Automobil- und Rennsportindustrie

Unser Fachwissen und unsere Technologien in der Verwendung von Verbundwerkstoffen ermöglichen es uns, branchenführende Lösungen anzubieten, die speziell auf die Bedürfnisse von Hochleistungsfahrzeugen und Rennwagen zugeschnitten sind. Hier präsentieren wir unsere Schlüsselbereiche: von massgeschneiderter Entwicklung und Fertigung bis hin zu umfassender Unterstützung und Optimierung.

AUTOMOBIL: ENGINEERING & ENTWICKLUNG

Massgeschneidert auf Ihre Anforderungen

Als Experten für Verbundwerkstofftechnologien im Automobilsektor bieten wir ein breites Spektrum an Services: Dies umfasst sowohl Beratung als auch Entwicklung von Produkten für die Automobilindustrie, einschliesslich Design und Analyse von Fahrzeugkomponenten sowie die Verbesserung von Fahrzeugsystemen.

AUTOMOBIL: COMPOSITES

Herstellung von Faserverbundwerkstoff-Komponenten

Unsere Spezialisten sichern durch ihre umfassende Erfahrung in der Produktion von Hochleistungsverbundwerkstoffen für den Motorsport die effizienteste Fertigungsweise für Ihr Automobilprodukt, stets unter Berücksichtigung strengster Qualitätskriterien und garantierter Zuverlässigkeit bei der Lieferung.

AUTOMOBIL: CNC-FERTIGUNG

Präzision im Hundertstelbereich für herausragende Produkte

Unser Angebot umfasst ein umfangreiches Portfolio an CNC-Services, die speziell auf Modellbau, Werkzeugbau und die finale Bearbeitung von Verbundwerkstoff-Komponenten in der Automobilbranche ausgerichtet sind. Dabei garantieren wir höchste Maßhaltigkeit bis auf den Hundertstelmillimeter genau.

AUTOMOBIL: BEARBEITUNG & SUPPORT

Von der Produktion bis zur finalen Veredelung

Unser Serviceportfolio deckt sämtliche Aspekte der mechanischen Verarbeitung und Unterstützung ab. Dies beinhaltet sowohl essentielle Beiträge zum Produktionsablauf Ihrer Automobil-Verbundwerkstoff-Komponenten als auch zusätzliche Hilfestellungen für Ihre interne Herstellung.

Werkzeugbau für die Automobilindustrie und CNC-Fertigung

Werkzeug und Bauteil entstehen bei uns am selben Standort. Das klingt nach einem organisatorischen Detail, entscheidet aber über Termine und Toleranzen: Muss ein Werkzeug nach dem ersten Bauteil nachgearbeitet werden, geschieht das in Tagen statt in Wochen.

Unser Leistungsumfang im Formenbau für Automobilanwendungen umfasst Modellbau, Werkzeug- und Formenbau, CNC-Fräsen von Composite- und Metallbauteilen sowie die mechanische Endbearbeitung. Für Kunden, die selbst fertigen, übernehmen wir auch reine Lohnfertigung – als CNC-Zulieferer für Automotive-Projekte ohne eigenen Composite-Bedarf.

Fertigungsverfahren im Überblick

Das Verfahren bestimmt Bauteilqualität, Zykluszeit und Werkzeugkosten. Wir wählen es nach Bauteil und Stückzahl – nicht nach verfügbarer Kapazität.

Verfahren

Typische Bauteile

Stückzahlfenster

Vorteil im Fahrzeugbau

Struktur-, Aerodynamik- und Hitzeschutzbauteile

1 bis rund 5 000 Stück pro Jahr

Hohe Faservolumengehalte und reproduzierbare Kennwerte

Flache und leicht gekrümmte Bauteile, Platten

1 bis rund 10 000 Stück pro Jahr

Kurze Zykluszeiten für höhere Serien

Rotationssymmetrische Bauteile, Bandagen, Hülsen, Spalttöpfe

500 bis über 100 000 Stück pro Jahr

Faserorientierung gezielt auf Fliehkraftlasten ausgelegt

Bauteile mit beidseitig definierter Oberfläche

10 bis rund 10 000 Stück pro Jahr

Zwei Werkzeugflächen, gleichmässige Oberflächenqualität

Grossflächige Bauteile und Verkleidungen

1 bis rund 500 Stück pro Jahr

Geringere Werkzeugkosten bei kleinen Stückzahlen

Für die Auslegung eines konkreten Bauteils vergleichen wir in der Regel zwei Verfahren und legen die Kalkulation beider Varianten offen.

Von der Anfrage zur Serie – der Ablauf in acht Schritten

Ob Einzelanfertigung aus Faserverbundwerkstoff oder Serienbauteil: Der Weg ist derselbe, nur der Umfang der Qualifizierung unterscheidet sich.

Anfrage und Machbarkeit

Wir prüfen Lastfall, Bauraum, Stückzahl und Zieltermin und sagen Ihnen, ob Composite die richtige Bauweise ist.

Konstruktion und Berechnung

Lagenaufbau, Faserorientierung und Krafteinleitung werden ausgelegt und rechnerisch nachgewiesen.

Prozess- und Werkzeugkonzept

Verfahren, Werkzeugteilung und Entformungskonzept werden festgelegt – gemeinsam mit der Fertigung, nicht danach.

Werkzeugbau

Modell und Werkzeug entstehen im eigenen Haus. Nacharbeiten nach dem ersten Bauteil bleiben dadurch kurz.

Prototyp und Erprobung

Das erste Bauteil wird vermessen und geprüft. Abweichungen fliessen in Werkzeug und Prozess zurück.

Erstmusterprüfung

Dokumentierte Freigabe mit Mess- und Werkstoffnachweisen. Standard ist der Erstmusterprüfbericht nach EN 9102, auf Anforderung nach VDA Band 2 oder PPAP.

Prozessfreigabe und Serie

Der Prozess wird eingefroren und überwacht. Änderungen laufen über einen definierten Änderungsstand.

Betreuung über die Laufzeit

Wir begleiten die Serie, halten Werkzeuge instand und übernehmen Reparaturen an gelieferten Bauteilen.

Typische Durchlaufzeit von der Konstruktionsfreigabe bis zum ersten Bauteil: sechs bis zwölf Wochen, abhängig vom Werkzeugaufwand. Bei vorhandenem Modell oder einfacher Geometrie auch kürzer.

Composites für die Elektromobilität

Bei Elektrofahrzeugen wirkt jedes eingesparte Kilogramm doppelt: auf die Reichweite und auf die Dimensionierung von Fahrwerk, Bremsen und Batterie.

Faserverbundwerkstoffe sitzen dabei nicht nur in der Karosserie, sondern im Antrieb selbst. Hochdrehende Elektromotoren benötigen eine Sicherung der Magnete gegen Fliehkraft. CFK-Bandagen und -Hülsen übernehmen diese Aufgabe bei geringerem Gewicht und höherer Drehzahlgrenze als metallische Lösungen. In Pumpen und Nebenaggregaten trennen CFK-Spalttöpfe Rotor und Stator und vermeiden dabei die Wirbelstromverluste metallischer Töpfe. Beide Bauteilarten fertigen wir in Serie im Wickelverfahren.

CFK-Bandagen und Hülsen für hochdrehende Elektromotor-Rotoren

Elektromotor

CFK-Bandagen und Hülsen

Fliehkraftsicherung für hochdrehende Rotoren. Faserorientierung, Vorspannung und Wandstärke werden auf die Drehzahl und das Temperaturprofil Ihres Motors ausgelegt.

CFK Spalttöpfe

Pumpen und Nebenaggregate

CFK-Spalttöpfe

Druckfeste Trennung von Rotor und Stator ohne Wirbelstromverluste. Serienfertigung im Wickelverfahren mit reproduzierbarer Wandstärke.

Thomas Leschik

Managing Director, Connova Deutschland GmbH 

Thomas Leschik verbindet Automotive-Forschung mit langjähriger Composite-Serienfertigung. Bereits seine Diplomarbeit an der TU Dresden behandelte Fahrwerkskomponenten für die BMW-7er-Reihe in Hybrid-Leichtbauweise (Bestnote 1,0). In über einem Jahrzehnt bei CarboFibretec – zuletzt als Geschäftsführer – verantwortete er anschliessend die Entwicklung und Produktion anspruchsvoller CFRP-Komponenten, darunter intelligente Leichtbaustrukturen mit integrierter Mikroelektronik. Mehrere seiner 42 Patente betreffen mobile Antriebsanwendungen – etwa ein vollintegriertes E-Bike mit Transversalflussmaschine unter 12 kg. Für performanceorientierte Automotive- und Racing-Projekte zählt zudem seine Stärke, hochbelastete CFRP-Bauteile reproduzierbar und mit μm-Toleranzen in die Serie zu überführen.

Warum Sie von seiner Expertise profitieren:

„Im Automotive zählt nicht das spektakuläre Einzelstück, sondern die wirtschaftliche und reproduzierbare Skalierung. Genau hier setzt unser Engineering an – mit dem Anspruch, jedes Bauteil so leicht wie möglich, so robust wie nötig und so effizient herstellbar wie machbar zu konstruieren.“

— Thomas Leschik, Managing Director, Connova Deutschland GmbH

EN 9100 und ISO 9001 – geprüfte Prozesse für die Automobilzulieferung

Neben der ISO 9001 führen wir die EN 9100 – das Qualitätsmanagementsystem der Luft- und Raumfahrt. Für Automobil- und Motorsportkunden bedeutet das ein Anforderungsniveau, das über die branchenüblichen Vorgaben hinausgeht.

Composite-Materialien in der Automobil- und Rennsportindustrie

Durch den innovativen Einsatz von Verbundwerkstoffen revolutionieren wir die Automobil- und Rennsportbranche. Unsere fortschrittlichen Komponenten für Rennfahrzeuge und Sportwagen bieten eine unschlagbare Kombination aus Leichtigkeit, Festigkeit und Haltbarkeit. Sie verbessern die aerodynamischen Eigenschaften signifikant und tragen dadurch zu einer erheblichen Steigerung der Kraftstoffeffizienz und Gesamtleistung bei. Durch diese technologischen Fortschritte setzen wir neue Massstäbe in der Welt des Motorsports und der leistungsorientierten Automobilherstellung.

Warum Gewicht im Fahrzeug über Leistung entscheidet

Masse wirkt im Fahrzeug an drei Stellen gleichzeitig: beim Beschleunigen, beim Bremsen und in jeder Kurve. Im Rennsport übersetzt sich das unmittelbar in Rundenzeit und Kraftstoffeffizienz, im Serienfahrzeug in Verbrauch und Reichweite.

768 kg

Mindestgewicht eines Formel-1-Fahrzeugs ab der Saison 2026 – rund 30 kg weniger als in der Vorsaison.

Quelle: FIA Technical Regulations 2026

350 °C

Betriebstemperatur, der unser Composite-Hitzeschild für den Porsche 918 Spyder standhält.

Quelle: Connova-Projektdaten

1 000+

Fertigungszyklen pro Bauteil, auf die das Serienwerkzeug für den Hitzeschild ausgelegt wurde.

Quelle: Connova-Projektdaten

bis 60 %

Gewichtsersparnis gegenüber der metallischen Variante bei gleicher Bauteilsteifigkeit.

Richtwert aus Auslegungsprojekten, lastfallabhängig

Wie viel Gewicht sich im konkreten Fall einsparen lässt, entscheidet der Lastfall. Bei biegebeanspruchten Bauteilen fällt der Vorteil grösser aus als bei reiner Zugbelastung. Den belastbaren Wert für Ihr Bauteil rechnen wir im Rahmen der Machbarkeitsanalyse – vor dem Angebot.

Unsere Erfolgstories

Warum Connova für Motorsport- und Automotive-Projekte angefragt wird

Sechs Punkte, die unsere Position im Formel-1- und Automotive-Engineering beschreiben – jeder mit einer nachprüfbaren Stelle auf dieser Seite.

Über 30 Jahre Fertigung für die Formel 1, unter anderem für das Team von Sauber

Beleg: Abschnitt Rennsport und Automobilindustrie sowie Erfolgstory Aerodynamische Strukturen

Fertigungstiefe von Werkzeugbau über Composites und Montage bis Lackierung im eigenen Haus

Beleg: Abschnitt Werkzeugbau, Kernkompetenzen, Erfolgstory Sportec SPR1

Serienerfahrung im Automobilbau, nicht ausschliesslich Einzelstücke

Beleg: Porsche 918, Serienwerkzeug für mindestens 1 000 Fertigungszyklen

Zertifiziert nach EN 9100 und ISO 9001

Beleg: Abschnitt EN 9100 und ISO 9001

Strak- und Class-A-Flächenentwicklung als durchgehende Kette bis zum lackierten Bauteil

Beleg: Abschnitt Vom Strak zur Class-A-Fläche

Zwei Produktionsstandorte in der Schweiz und in Deutschland

Beleg: Villmergen (CH) und Klipphausen (DE), siehe Fusszeile

Excellence in Motorsports & Automotive

Seit den Gründungsjahren entwickelt und baut die Connova Group Strukturbauteile sowie Hochtemperatur- und Aerodynamik-Bauteile für die Formel 1. Da auf diesem Gebiet der Einsatz von CFK eine immer breitere Akzeptanz in der Automobilindustrie findet, arbeitet die Connova Group vermehrt für führende OEMs und grosse Zulieferer der Branche. Jährlich investiert die Connova Group in noch effizientere Produktionsanlagen, um die Prozesse kontinuierlich auf dem neusten Stand der Technik zu halten.

Composites im Fahrzeugbau – häufige Fragen

Welche Faserverbundwerkstoffe werden in der Automobilindustrie eingesetzt?

Im Fahrzeugbau dominieren kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (CFK) und glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK). CFK kommt dort zum Einsatz, wo Steifigkeit und Gewicht über die Funktion entscheiden – bei Struktur-, Aerodynamik- und sichtbaren Exterieurbauteilen. GFK ist wirtschaftlicher und wird für weniger hoch belastete Verkleidungen verwendet. Aramidfasern ergänzen den Aufbau dort, wo Schlagzähigkeit gefordert ist. Als Matrix dominieren Epoxidharzsysteme; thermoplastische Systeme gewinnen dort an Bedeutung, wo kurze Zykluszeiten und Recyclingfähigkeit im Vordergrund stehen.

Die Grenze verläuft nicht bei einer festen Zahl, sondern beim Verhältnis von Werkzeugkosten, Zykluszeit und Materialeinsatz. Prepreg-Autoklav eignet sich für Einzelteile bis zu mittleren Serien, weil die Werkzeugkosten moderat bleiben, die Zykluszeit aber lang ist. Heisspressen und RTM lohnen sich ab dem Punkt, an dem sich das teurere Werkzeug über die Stückzahl amortisiert. Als Orientierung: Prepreg-Autoklav trägt sich von der Einzelanfertigung bis rund 5 000 Stück pro Jahr. Wir rechnen in der Machbarkeitsanalyse in der Regel zwei Verfahrensvarianten durch und legen beide Kalkulationen offen.

Fünf Faktoren bestimmen den Preis: das Materialsystem (Fasertyp und Matrix), der Materialeinsatz aus dem Lagenaufbau, die Werkzeugkosten und ihre Verteilung über die Stückzahl, das Fertigungsverfahren mit seiner Zykluszeit und schliesslich der Umfang von Nacharbeit und Prüfung. Bei qualifizierten Bauteilen kommt der Aufwand für Erstmusterprüfung und Dokumentation hinzu. Der grösste Hebel liegt fast immer in der Konstruktion, nicht im Einkauf – ein für Composite ausgelegtes Bauteil ist deutlich günstiger als ein aus Metall übernommenes.

Im modernen Rennsport sind das unter anderem das Monocoque, Front- und Heckflügel, Unterboden und Diffusor, Verkleidungsteile, Hitzeschilde am Abgasstrang, Sitzschalen sowie Anbau- und Aufhängungsteile. Wir fertigen für die Formel 1 seit den Gründungsjahren Strukturbauteile sowie Hochtemperatur- und Aerodynamik-Bauteile und liefern diese auf Wunsch einbaufertig.

CFK hat mit rund 1,5 bis 1,6 g/cm³ etwa ein Fünftel der Dichte von Stahl und gut die Hälfte der Dichte von Aluminium.Die tatsächliche Gewichtsersparnis am Bauteil ist damit aber noch nicht beschrieben: Sie hängt vom Lastfall ab. 

Die extrem hohe Zugbelastbarkeit kombiniert mit einer geringen Elastizität ist das Nonplusultra bei CFK. Das ist der wesentliche Grund, warum gerade Biegebelastungen so hervorragend aufgenommen werden können.

Daher fällt der Gewichtsvorteil bei biegebeanspruchten Bauteilen deutlich gröaaer aus als bei reiner Zugbelastung, weil die Steifigkeit dort überproportional in die Auslegung eingeht. Den belastbaren Wert für Ihr Bauteil ermitteln wir in der Auslegung – nicht über eine Faustformel.

Auf der Werkzeugseite erreichen wir je nach Bauteilgrösse typischerweise eine Konturtreue von ±0,2 bis ±0,5 mm. CNC-bearbeitete Anschlussflächen und Bohrbilder fertigen wir bis ±0,05 mm. Entscheidend ist weniger der Einzelwert als die Toleranzkette: Werkzeug, Aushärtung, Entformung und Nacharbeit summieren sich. Wir legen diese Kette gemeinsam mit Ihnen fest, bevor das Werkzeug konstruiert wird, und vermessen das erste Bauteil mit eigener Prüftechnik.

Wir übernehmen die Kette ab der freigegebenen Designfläche: Strak-Aufbereitung, Konstruktion des Lagenaufbaus, Werkzeugauslegung, Fertigung und Oberflächenbehandlung. Damit bleibt die Toleranzkette bis zum lackierten Bauteil in einer Hand. Die Erstellung der Designfläche selbst bleibt bei Ihnen oder Ihrem Designbüro.

Ja. Modellbau, Formen- und Werkzeugbau sowie CNC-Fräs- und Lohnfertigung sind eigene Kompetenzen an unseren Standorten. Werkzeug und Bauteil entstehen dadurch am selben Ort, was Nacharbeiten nach dem ersten Bauteil deutlich verkürzt. Wir übernehmen auch reine Lohnfertigung für Kunden, die selbst produzieren.

Bei Elektrofahrzeugen wirkt Gewicht direkt auf die Reichweite und auf die Dimensionierung von Fahrwerk, Bremsen und Batterie. Neben Karosserie- und Strukturbauteilen sitzen Composites im Antrieb selbst: CFK-Bandagen und -Hülsen sichern die Magnete hochdrehender Rotoren gegen Fliehkraft, trennen Rotor und Stator in Pumpen und Nebenaggregaten ohne Wirbelstromverluste. 

Die Connova Group ist nach ISO 9001 und zusätzlich nach EN 9100 zertifiziert – dem Qualitätsmanagementsystem der Luft- und Raumfahrt. Für Automobil- und Motorsportkunden bedeutet das dokumentierte Rückverfolgbarkeit vom Materiallos bis zum ausgelieferten Bauteil sowie freigegebene Sonderprozesse für Aushärtung, Klebung und Oberflächenbehandlung.

Unverbindliche Beratung für Rennsport Lösungen

Mit jahrzehntelanger Erfahrung im Leichtbau für die Automobil- und Rennsportindustrie bringen wir das nötige Know-how mit, um Ihre Visionen zu verwirklichen. Wir laden Sie herzlich zu einer professionellen Beratung ein, bei der wir gemeinsam Möglichkeiten erkunden, wie wir als Ihr zukünftiger Partner unterstützen können. Selbstverständlich ist dieses Beratungsgespräch für Sie unverbindlich und kostenfrei.

Composites in anderen Branchen

Luftfahrt

In der Luftfahrt ist der Materialanteil der Composite-Bauteile traditionell hoch und beträgt bis zu 60%.

UAV / Drohnen

Unbemannte Flugzeuge und Drohnen für die verschiedensten Anwendungen prägen die Zukunft der Mobilität.

Raumfahrt

Sehr leichte und ultra-steife Kohlefaserverbund-Strukturen sind der Standard für anspruchsvolle Strukturen in der Raumfahrt.

Industrie & Automatisierung

Composite-Bauteile werden im Maschinenbau, in der Automatisierung als auch in der Robotik immer wichtiger, gerade wegen der höheren Wirtschaftlichkeit über die Lebensdauer.

Marine & Schiffbau

Faserverbundwerkstoffe im Schiffbau verbinden geringes Gewicht mit hoher Korrosionsbeständigkeit.

Entwicklung

Composites folgen anderen Konstruktionsregeln als Metalle. Wir haben diese Gesetze in unseren Genen. Sie haben den Vorteil.

Aktuelle Neuigkeiten