connova DNV Approval of Manufacturer (1)

DNV-Zulassung erteilt: Connova fertigt Faserverbund-Bauteile für den maritimen Sektor

Die Connova Deutschland GmbH ist vom DNV als Hersteller von Bauteilen aus faserverstärkten Kunststoffen zugelassen. Die Approval of Manufacturer nach dem Klassenprogramm DNV-CP-0421 gilt für den Standort Klipphausen und deckt sämtliche dort eingesetzten Fertigungsverfahren ab – vom Handlaminat bis zur Prepreg-Autoklav-Technologie. Damit können Composite-Bauteile für DNV-klassifizierte Objekte künftig direkt bei Connova entstehen.

Was die Zulassung abdeckt

Der Zulassungsumfang umfasst die Produktion von Bauteilen aus faserverstärkten Kunststoffen (FRP) – und zwar über die gesamte Prozessbreite des Standorts:

  • Handlaminat (Hand lay-up)
  • Wickeltechnologie (Filament Winding) – bis 6,0 m × 1,0 m (L × D)
  • Vakuum-Infusions-Technologie (VARI)
  • Harz-Transfer-Verfahren (RTM)
  • Heisspress-Technologie (Compression Moulding)
  • Prepreg-Autoklav-Technologie

Das Zertifikat mit der Nummer AMPM0000065 wurde am 28. August 2026 in Hamburg ausgestellt und ist bis zum 27. August 2029 gültig. Betreuende DNV-Einheit ist Essen.

Geprüft wurde die Fertigung, nicht das Einzelteil

Grundlage der Zulassung ist ein Werksaudit des DNV am Standort Klipphausen, ergänzt um unabhängige Prüfberichte zu den Laminatkennwerten. Der DNV bewertet dabei nicht ein einzelnes Bauteil, sondern die Fertigungsorganisation als Ganzes: Prozessbeherrschung, Qualifikation des Personals, Dokumentation und Rückverfolgbarkeit. Drei Mitarbeitende sind im Zertifikat namentlich als überwachendes Personal geführt.

Für Bauteile, die einer Designzulassung durch den DNV unterliegen, bleibt je Bauteiltyp ein Fertigungsprüfplan erforderlich, den der DNV vor Produktionsstart freigibt. Die Zulassung ersetzt diesen Schritt nicht – sie schafft die Voraussetzung dafür.

 

Was das für maritime Projekte bedeutet

In der Schifffahrt entscheidet die Klassifikation darüber, was an Bord verbaut werden darf. Wer Composite-Bauteile in ein klassifiziertes Schiff, eine Offshore-Struktur oder ein Tanksystem integrieren will, braucht einen Fertigungspartner, dessen Prozesse die Klassifikationsgesellschaft bereits geprüft hat. Genau das ist mit der Zulassung nun gegeben.

Für Werften, Systemlieferanten und Betreiber heisst das: weniger Abstimmungsaufwand im Zulassungsprozess, kürzere Wege bei der Bauteilfreigabe und ein Lieferant, der die Anforderungen der Klassifikationsgesellschaften kennt. Relevant ist das insbesondere für Anwendungen, an denen Connova bereits arbeitet – etwa filamentgewickelte Composite-Drucktanks für grüne Antriebe, Struktur- und Deckbauteile, Sonardomes oder Gehäuse für Energie- und Sensorsysteme.

 

Zwei Zertifikate, ein Qualitätsanspruch

Die DNV-Zulassung ergänzt das bestehende Qualitätsmanagement nach EN 9100 und ISO 9001, das sich an den Anforderungen der Luftfahrt orientiert. Für den maritimen Sektor bedeutet die Kombination: Luftfahrt-Standards in der Prozessführung, maritime Klassifikation in der Anerkennung.

„Die Zulassung ist eine Teamleistung – im Werk wie bei unseren Partnern. Für unsere Kunden im maritimen Bereich ist sie vor allem eines: ein Stück weniger Unsicherheit im Projekt.“

Thomas Leschik, Geschäftsführer, Connova Deutschland GmbH

Zertifikate zum Download

  • DNV Approval of Manufacturer – AMPM0000065 (PDF)
  • EN 9100 / ISO 9001 – Standort Deutschland (PDF)

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Weitere Fragen und Antworten

 

Was ist eine DNV Approval of Manufacturer?

Eine Herstellerzulassung der Klassifikationsgesellschaft DNV. Sie bestätigt, dass ein Fertigungsstandort die Anforderungen eines DNV-Klassenprogramms erfüllt und Bauteile für DNV-klassifizierte Objekte liefern darf.

 

Welche Fertigungsverfahren deckt die Zulassung von Connova ab?

Handlaminat, Filament Winding, Vakuum-Infusion, RTM, Heisspressen und Prepreg-Autoklav-Fertigung – am Standort Klipphausen.

 

Wie gross dürfen gewickelte Bauteile sein?

Im Filament-Winding-Verfahren bis 6,0 m Länge und 1,0 m Durchmesser.