KNOW-HOW

Erfahrung in Maschinenbau, Automatisierung und Robotik.

COMPOSITES

Leistungssteigerung bei geringerem Energieverbrauch und tiefen Wartungskosten

INDIVIDUALITÄT

Persönliche Begleitung von der Machbarkeitsanalyse bis zur Serienreife

Industrie und Automatisierung

CFK-Bauteile und -Komponenten senken durch Ihr geringeres Gewicht den Energieverbrauch und steigern die Leistung der Endprodukte. Dies ist insbesondere dann entscheidend, wenn es um höchste Präzision und besonders schnelle Bewegungen geht. Ermüdungsfestigkeit und Korrosionsresistenz sorgen für Langlebigkeit und geringe Wartungskosten. Auf Wunsch begleiten wir Sie schon in der Konzeptphase und bieten Ihren Ingenieuren und Entwicklern gerne eine kompetente Beratung. Gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Team können wir auch innerhalb kurzer Fristen höchste Anforderungen erfüllen – individuell, effizient und wirtschaftlich.

Wann sich Composite im Maschinenbau rechnet

Nicht jedes Maschinenbauteil wird durch Faserverbund besser. Die Entscheidung fällt nicht am Werkstoff, sondern an der bewegten Masse, an der geforderten Steifigkeit und an der Stückzahl.

Der Nutzen entsteht dort, wo Masse beschleunigt und wieder abgebremst wird. Jede Massenreduktion an einem bewegten Bauteil wirkt doppelt: Der Antrieb braucht weniger Energie, und die Maschine beruhigt sich nach dem Positionieren schneller. Beides zusammen erhöht die erreichbare Taktzahl, ohne dass Antrieb oder Steuerung getauscht werden müssen. Bei rotierenden Bauteilen kommt hinzu, dass die kritische Drehzahl steigt, weil Steifigkeit und Masse in einem günstigeren Verhältnis stehen.

Ein CFK-Bauteil ist deshalb kein Ersatzteil aus einem anderen Werkstoff, sondern eine andere Konstruktion. Die Fasern werden entlang der Lastpfade gelegt, die Steifigkeit richtungsabhängig eingestellt und die Krafteinleitung über eingebettete Metallinserts gelöst. Wer ein bestehendes Stahlteil eins zu eins nachbaut, verschenkt den grössten Teil des möglichen Gewinns.

Werkstoffe für bewegte Maschinenbauteile im Vergleich

Kriterium

CFK

Aluminium

Stahl

Dichte

ca. 1,5–1,6 g/cm³

ca. 2,7 g/cm³

ca. 7,85 g/cm³

Steifigkeit je Masse

sehr hoch, richtungsabhängig auslegbar

mittel

mittel

Thermische Ausdehnung

von nahe null bis werkstofftypisch einstellbar

hoch

mittel

Schwingungsdämpfung

hoch — kürzere Beruhigungszeit nach dem Positionieren

gering

gering

Verhalten unter Wechsellast

sehr gut

begrenzt

gut

Korrosion

keine; Kontaktkorrosion an Metallanbindungen beachten

Schutzschicht erforderlich

Schutzschicht erforderlich

Fügetechnik

Kleben, eingebettete Inserts

Schweissen, Nieten, Kleben

Schweissen, Schrauben

Dauergebrauchstemperatur

bis rund 200 °C je nach Harzsystem

hoch

sehr hoch

Die Angaben sind Richtwerte für die Werkstoffgruppen. Die projektspezifischen Kennwerte hängen von Fasertyp, Lagenaufbau und Harzsystem ab und werden in der Auslegung nachgewiesen.

Drei Fragen, die vor jedem Projekt geklärt werden

Wie schnell wird welche Masse bewegt?

Je höher Masse und Zyklenzahl, desto schneller amortisiert sich das Bauteil. Bei einer Maschine, die im Dreischichtbetrieb läuft, wirkt jede eingesparte Sekunde Taktzeit über Jahre.

Welche Eigenschaft ist heute der Engpass?

Gewicht, Durchbiegung, Eigenfrequenz, Wärmeausdehnung, Korrosion oder Röntgentransparenz. Sobald eine dieser Grössen die Konstruktion begrenzt, ist Composite eine ernsthafte Option.

Wie viele Bauteile pro Jahr?

Ab rund 50 Stück im Jahr wird eine Serienfertigung wirtschaftlich. Auch mehrere Varianten in kleiner Stückzahl zählen zusammen, wenn sie dasselbe Werkzeugkonzept nutzen.

Sechs Gründe, warum Konstrukteure auf Faserverbund wechseln

In der Praxis steht am Anfang fast nie der Werkstoff, sondern eine physikalische Grenze, an die eine Metallkonstruktion stösst. Diese sechs Auslöser decken den grössten Teil unserer Industrieprojekte ab.

Auslöser 01

Bewegte Masse und Taktzahl

Ausleger, Schwingen und Greiferträger, die viele Male pro Minute beschleunigt und abgebremst werden. Weniger Masse bedeutet weniger Antriebsenergie, kürzere Beruhigungszeit und höheren Durchsatz bei gleichem Antrieb.

Auslöser 02

Steifigkeit über grosse Spannweite

Balken, Traversen und Portalachsen, bei denen die Durchbiegung mit der Länge überproportional zunimmt. Ein Faserverbundträger hält die Genauigkeit dort, wo Aluminium schon nachgibt.

Auslöser 03

Rotation und kritische Drehzahl

Wellen, Hülsen und Rotorbandagen. Die Fliehkraft steigt mit dem Quadrat der Drehzahl. Ein gewickeltes CFK-Bauteil hält die Magnete oder den Rotor sicher und verschiebt die Drehzahlgrenze nach oben.

Auslöser 04

Masshaltigkeit bei Temperaturschwankung

Messgeräte, optische Aufbauten und Prüfrahmen. Der Wärmeausdehnungskoeffizient von CFK lässt sich bis nahe null einstellen. Das Messergebnis bleibt über den Tagesgang stabil.

Auslöser 05

Durchlässigkeit und elektrische Neutralität

Röntgentransparente Bauteile, Hochspannungsisolation und Anwendungen ohne störende Wirbelströme. Über die Faserwahl lässt sich einstellen, was durchgelassen und was abgeschirmt wird.

Auslöser 06

Korrosion, Medien und Reinraum

Bauteile im Kontakt mit aggressiven Medien oder in Reinraumumgebungen. Faserverbund korrodiert nicht, ist beständig gegen viele Chemikalien und ersetzt in etlichen Fällen Edelstahl.

Auslöser erkennen

Lastfall aufnehmen

Machbarkeit prüfen

Auslegen

Bemustern

Serie

Bauteile und Baugruppen für Maschinenbau und Automatisierung

Die folgenden Bauteiltypen fertigen wir regelmässig. Jede Zeile steht für umgesetzte Projekte, nicht für ein theoretisches Leistungsversprechen.

Bauteil

Typische Anwendung

Warum Faserverbund

Verfahren

Ausleger und Schwenkarme

Pick-and-Place-Systeme, Palettierroboter, Handhabungsachsen

Geringe bewegte Masse bei hoher Steifigkeit, höhere Taktzahl ohne Antriebswechsel

RTM, Prepreg-Autoklav

Wippen und Schwingen

Bestückautomaten, hochfrequente Zuführbewegungen

Kleine Massen, sehr viele Zyklen, enge Positioniertoleranz

Prepreg-Autoklav, Klebetechnik

Balken und Traversen

Prägemaschinen, Schneidsysteme, Portalachsen, Inspektionsanlagen

Steifigkeit über grosse Spannweite bei geringer Durchbiegung

Prepreg-Autoklav, Wickeltechnologie

Roboterarme

Automationsanlagen, Verpackungstechnik

Hohe spezifische Steifigkeit, Kombination aus CFK-Rohren und Metallanbindungen

Wickeltechnologie, Prepreg-Autoklav, Klebetechnik

Endeffektoren und Greiferträger

Glashandling, Blechhandling, Montageautomation

Steifigkeit an der Achsspitze, Integration von Vakuum und Elektronik im Bauteil

Prepreg-Autoklav, Integralbauweise

Elektronikfertigung, Vorrichtungsbau, Trägerplatten

Ebenheit, Massstabilität, geringe Wärmeausdehnung

Prepreg-Autoklav, Heisspressen

Spaltrohrmotor- und Magnetkupplungspumpen, Kompressoren

Keine Wirbelstromverluste, dadurch höhere Systemeffizienz; medienbeständig

RTM, Prepreg-Autoklav

Hochdrehzahl-Elektromotoren, Spindeln, Rotoren

Sichere Fixierung der Magnete bei hoher Umfangsgeschwindigkeit, elektrisch neutral

Wickeltechnologie

Rohre und Profile

Strukturachsen, Messaufbauten, Trägerelemente

Hohe Steifigkeit bei minimalem Gewicht, definierte Wandstärke

Wickeltechnologie, Prepreg

Lastrahmen und Prüfstrukturen

Zug- und Druckprüfmaschinen, Prüfstände

Minimale thermische Ausdehnung bei hoher Steifigkeit — reproduzierbare Messwerte

Prepreg-Autoklav

Durchstrahlbare Bauteile und Messrohre

Röntgen- und Inspektionsanlagen, Forschungsaufbauten

Röntgentransparenz, Gasdichtheit, geringe Leckrate

Vakuum-Infusion (VARI), Klebetechnik

Einhausungen und Verkleidungen

Inspektionsanlagen, Sondermaschinen, bewegte Abdeckungen

Leichte, steife Schalen; von Hand bewegbar bei grosser Fläche

Prepreg-Autoklav, Vakuum-Infusion

Sie finden Ihr Bauteil nicht in der Liste? Die meisten Anfragen erreichen uns als Zeichnung eines bestehenden Metallbauteils mit der Frage, ob es leichter geht. Genau dafür ist die Machbarkeitsanalyse da.

Unsere Erfolgstories

Branchen, in denen unsere Bauteile arbeiten

Faserverbund ist im Industriesegment keine Branchenlösung, sondern eine Antwort auf eine bestimmte physikalische Anforderung. Diese Anforderung tritt in sehr unterschiedlichen Branchen auf.

Verpackungs- und Abfülltechnik

Ausleger, Formatteile und Transportelemente in Maschinen, die mehrere hundert Takte pro Minute fahren. Jedes Gramm an der bewegten Achse wirkt direkt auf Durchsatz und Energiebedarf.

Halbleiter- und Elektronikmontage

Bestückköpfe, Wippen und Trägerplatten, die extreme Beschleunigungen bei Toleranzen im Mikrometerbereich aushalten müssen. Dämpfung und Massstabilität entscheiden über die Ausbeute.

Robotik und Handhabung

Schwenkarme, Endeffektoren und Greiferträger. An der Achsspitze wirkt Masse am stärksten auf die Dynamik — dort ist der Hebel für Faserverbund am grössten.

Pumpen, Antriebe und Vakuumtechnik

Spalttöpfe ohne Wirbelstromverluste, Bandagen und Hülsen für hohe Drehzahlen. Beides fertigen wir in RTM oder Prepreg Verfahren als Serienprodukt.

Druck, Prägung und Converting

Balken, Walzen und bewegte Werkzeugträger in Maschinen mit hoher Bahngeschwindigkeit. Geringe Durchbiegung über die volle Arbeitsbreite ist hier das entscheidende Kriterium.

Mess-, Prüf- und Optiktechnik

Lastrahmen, Instrumentengehäuse und optische Träger. Ein Wärmeausdehnungskoeffizient nahe null hält die Messgenauigkeit über wechselnde Umgebungstemperaturen.

Apparate- und Anlagenbau

Medienbeständige Komponenten, Einbauten und Behälterteile. Wo Edelstahl an Korrosion oder Gewicht scheitert, ist Faserverbund häufig die wirtschaftlichere Lösung über die Lebensdauer.

Bahn- und Verkehrstechnik

Verkleidungen, Trägerelemente und Sonderbauteile für Fahrzeuge in Kleinserie. Brandschutzanforderungen nach EN 45545 klären wir projektbezogen vorab mit Ihnen ab.

Labor- und Analysenautomation

Pipettier- und Handhabungsachsen mit hoher Zyklenzahl. Leichte Achsen erlauben höhere Durchsätze, ohne die Positioniergenauigkeit zu verlieren.

Unsere Kernkompetenzen in der Industrie & Automatisierung

Engineering & Entwicklung

Massgeschneidert auf Ihre Anforderungen

Von der ersten Idee bis zum serienreifen Bauteil: Wir beraten Sie, konstruieren und berechnen Maschinenkomponenten aus Faserverbundwerkstoffen und optimieren bestehende Automatisierungssysteme, exakt ausgelegt auf Ihre Anwendung.

Composites

Faserverbundbauteile für die Industrie

Wir fertigen Hochleistungsbauteile aus CFK im jeweils passenden Verfahren, ob Prepreg-Autoklav, RTM oder Wickeltechnologie. Strenge Qualitätskontrollen und termingerechte Lieferung sorgen dafür, dass die Bauteile zuverlässig in Ihre Produktion einfliessen.

CNC‑Fertigung

Präzision für anspruchsvolle Bauteile

Unser CNC-Angebot umfasst Modellbau, Werkzeugbau und die Endbearbeitung von Faserverbundbauteilen für die Industrie. Wo es die Anwendung verlangt, fertigen wir mit Toleranzen im Bereich von Hundertstel- bis Tausendstelmillimetern.

Bearbeitung & Support

Von der Produktion bis zur Veredelung

Wir übernehmen die mechanische Bearbeitung Ihrer Faserverbundkomponenten und unterstützen Sie im gesamten Produktionsablauf: mit einzelnen Arbeitsschritten ebenso wie mit Fachwissen und praktischer Hilfe für Ihre interne Fertigung.

Bearbeitung von Verbundwerkstoffen

Faserverbund lässt sich nicht bearbeiten wie Metall. Wer CFK mit Metallwerkzeugen und Metallparametern fräst, erzeugt Delamination, Faserausrisse und unbrauchbare Kanten.

Kohlenstofffasern sind hart und stark abrasiv. Sie verschleissen konventionelle Schneiden innerhalb kurzer Zeit, während die Harzmatrix bei zu hoher Temperatur erweicht. Deshalb arbeiten wir mit diamantbeschichteten und diamantbestückten Werkzeugen, angepassten Schnittgeschwindigkeiten und einer Absaugung, die den entstehenden Faserstaub direkt an der Schneide erfasst.

Ebenso wichtig ist die Aufspannung. Ein dünnwandiges Composite-Bauteil verformt sich unter Spannkraft, wenn es nicht flächig unterstützt wird. Wir bauen die Vorrichtung deshalb im eigenen Haus und legen sie gemeinsam mit dem Bauteil aus, nicht danach.

Präzision muss sich messen lassen. Kritische Masse prüfen wir direkt auf der Maschine mit einem Messtaster, ohne das Bauteil auszuspannen. So bleibt die Referenz erhalten, Abweichungen lassen sich sofort korrigieren und Toleranzen im Hundertstel- und Tausendstelmillimeterbereich werden zuverlässig eingehalten. Die Messergebnisse dokumentieren wir auf Wunsch in einem Messprotokoll.

Modell- und Werkzeugbau

Vorrichtung

5-Achs-Fräsen

Entgraten

Messen

Dokumentation

Was wir in der Bearbeitung übernehmen

Bearbeitung eigener Bauteile

Besäumen, Bohren, Taschen und Passungen an Bauteilen aus unserer Fertigung. Ebenso fräsen wir fertige Baugruppen und Bauteile, wo nötig mit Toleranzen bis in den Mikrometerbereich. Bearbeitet und geprüft wird in derselben Vorrichtung, damit die Referenz vom ersten Schnitt bis zur Messung gleich bleibt.

Lohnfertigung für Ihre Bauteile

Wir bearbeiten auch Composite-Bauteile, die nicht bei uns entstanden sind. Ebenso Modelle, Werkzeuge und Vorrichtungen aus Metall und Kunststoff.

Modell-, Werkzeug- und Vorrichtungsbau

Urmodelle, Formen und Aufspannvorrichtungen entstehen im eigenen Haus. Das verkürzt die Schleifen zwischen erstem Bauteil und Freigabe deutlich.

Fertigungsverfahren im Überblick

Wir sind nicht auf ein Verfahren festgelegt. Welches zum Einsatz kommt, entscheiden Geometrie, Anforderung an die Oberfläche und Stückzahl — nicht die vorhandene Anlage.

Verfahren

Was es leistet

Typische Bauteile

Stückzahlfenster

Höchster Faservolumengehalt, sehr geringe Porosität, exakt definierter Lagenaufbau

Hochbelastete Strukturbauteile

Einzelstück bis mittlere Serie

Prepreg Out-of-Autoklav (Ofen)

Höchster Faservolumengehalt, sehr geringe Porosität, exakt definierter Lagenaufbau

Ausleger, Wippen, Balken, Lastrahmen, Gehäuse

Einzelstück bis mittlere Serie

Rotationssymmetrische Bauteile mit exakt reproduzierbarer Wandstärke und Faserorientierung

Bandagen, Hülsen, Rohre, Wellen

Serie, auch grössere Stückzahlen

Geschlossenes Werkzeug, zwei saubere Oberflächen, gut automatisierbar

Ausleger mit Schaumkern, Strukturbauteile in Serie

mittlere bis grössere Serie

Grossflächige Bauteile ohne Autoklav, gute Bauteilqualität bei moderatem Werkzeugaufwand

Einhausungen, Verkleidungen, Messrohre, Schalen

Einzelstück bis kleine Serie

Prepreg-Verfahren mit kurzen Taktzeiten, zwei definierte Oberflächen, hohe Reproduzierbarkeit

Platten, flächige Bauteile, Deckel

mittlere bis grössere Serie

Häufig kombinieren wir Verfahren innerhalb einer Baugruppe — etwa ein gewickeltes Rohr mit geklebten Metallknoten, wie bei den Roboterarmen für Bosch Packaging.

25 %

höhere Systemeffizienz durch CFK-Spalttöpfe ohne Wirbelströme

Serienprodukt CFK Spalttöpfe

0,015 mm

Klebegenauigkeit bei der CFK-Wippe für die Besi Group

Erfolgstory ESEC / Besi Group

1450 mm

Auskraglänge der Carbon-Schwenkarme aus Hochmodul-Prepreg

Erfolgstory KUKA

2 Standorte

Fertigung in Villmergen (CH) und Klipphausen (DE)

Connova Group

Vom Prototyp zur Serie

Die häufigste Frage von Konstrukteuren lautet: Ab wann lohnt sich das überhaupt? 

Ab rund 50 Bauteilen pro Jahr

Unterhalb dieser Grösse dominieren die Werkzeug- und Rüstkosten den Stückpreis. Ab etwa 50 Bauteilen im Jahr verteilen sich diese Kosten so, dass eine Serienfertigung wirtschaftlich wird — nach oben ist die Menge offen.

Wichtig: Es müssen keine 50 identischen Teile sein. Auch zehn Varianten zu je fünf Stück zählen zusammen, sofern sie dasselbe Werkzeug- und Prozesskonzept nutzen. Genau das ist der typische Fall im Sondermaschinenbau.

Wo Composite nicht die richtige Antwort ist

Bei dauerhaften Einsatztemperaturen über rund 200 °C stossen die Harzsysteme an ihre Grenze. Bei reinen Kostenbauteilen ohne technische Anforderung gewinnt fast immer der klassische Werkstoff. 

Von der Anfrage zur Serie – der Ablauf in acht Schritten

Ob Einzelanfertigung oder Serienbauteil: Der Weg ist derselbe, nur der Umfang der Qualifizierung unterscheidet sich.

Anfrage und Machbarkeit

Wir prüfen Lastfall, Bauraum, Stückzahl und Zieltermin und sagen Ihnen, ob Faserverbund die richtige Bauweise ist — auch dann, wenn die Antwort nein lautet.

Konstruktion und Berechnung

Lagenaufbau, Faserorientierung und Krafteinleitung werden ausgelegt und rechnerisch nachgewiesen. Ihre Konstrukteure sind dabei eingebunden.

Prozess- und Werkzeugkonzept

Verfahren, Werkzeugteilung und Entformungskonzept werden festgelegt – gemeinsam mit der Fertigung.

Werkzeugbau

Modell, Werkzeug und Vorrichtung entstehen im eigenen Haus. Nacharbeiten nach dem ersten Bauteil können direkt umgesetzt und in den Prozess eingearbeitet werden.

Prototyp und Erprobung

Das erste Bauteil wird vermessen und geprüft. Abweichungen fliessen in Werkzeug und Prozess zurück, bevor die Serie startet.

Erstmusterprüfung

Dokumentierte Freigabe mit Mess- und Werkstoffnachweisen, auf Anforderung auch nach Ihrem eigenen Prüfplan.

Serienanlauf

Prozessparameter werden eingefroren und dokumentiert. Ab hier ist das Bauteil reproduzierbar.

Serie, Nachbestellung und Service

Wiederhol- und Ersatzteile laufen über dieselben Werkzeuge. Reparatur und Nacharbeit an bestehenden Bauteilen übernehmen wir ebenfalls.

Ihr Ansprechpartner

Jens Kählert

Head of Sales & Projects, Connova Deutschland GmbH

Jens Kählert verbindet Maschinenbau-Engineering und Composite-Industrie-Erfahrung in einer Person. Als Diplom-Maschinenbauingenieur (Jahrgang 1970) startete er seine Laufbahn beim Verbundfaser-Pionier Huber+Suhner und hat in den vergangenen 35 Jahren den Aufstieg der Hochleistungs-Verbundwerkstoffe in die industrielle Anwendung hautnah begleitet. Heute ist er Head of Sales & Projects bei der Connova Deutschland GmbH und damit zentraler Ansprechpartner für Composite-Lösungen in der industriellen Automatisierung. Sein Vorteil für industrielle Kunden: Über mehr als 20 Jahre operativen Einsatz kennt er das gesamte Anbieterumfeld und kann auf Basis nachweisbarer Praxis abschätzen, welche Composite-Lösung in welcher Industrieumgebung tatsächlich wirtschaftlich funktioniert.

Warum Sie von seiner Expertise profitieren:

  • Maschinenbauer für die Industrie: Diplom-Maschinenbau plus 35 Jahre Composite – spricht die Sprache von Konstrukteuren, Produktionsleitern und Einkäufern industrieller Anlagenbauer gleichermassen.
  • Wirtschaftlichkeit vor Materialhype: Kennt den Punkt, ab dem ein Composite-Bauteil wirklich wirtschaftlich überlegen ist – und kommuniziert offen, wenn klassische Werkstoffe für eine industrielle Anwendung sinnvoller sind.
  • Branchenüberblick aus erster Hand: Über zwei Jahrzehnte operativer Praxis – kennt nahezu alle relevanten Mitbewerber, Werkstoffsysteme und Prozesse für industrielle Composite-Anwendungen im DACH-Raum.
  • Schnelligkeit durch Erfahrung: Industrielle Projekte brauchen Tempo – seine Erfahrung verkürzt die Bewertungsphase signifikant und führt direkter zur tragfähigen Lösung.

„Industriekunden kaufen keine Werkstoffe, sondern Funktion über die Lebenszeit. Mein Job ist es, die Composite-Lösung zu definieren, die genau das liefert – wirtschaftlich, prozesssicher und reproduzierbar.“

— Jens Kählert, Head of Sales & Projects, Connova Deutschland GmbH

EN 9100 und ISO 9001 – was das für Industriekunden bedeutet

Unser Qualitätsmanagement stammt aus der Luftfahrt. Industriekunden profitieren davon, ohne die Zertifizierung selbst zu benötigen.

Rückverfolgbarkeit

Jede Faser- und Harzcharge ist einem Bauteil zugeordnet. Bei einer Reklamation lässt sich nachvollziehen, welches Material und welcher Prozess betroffen ist.

Eingefrorene Prozesse

Nach der Serienfreigabe werden Parameter nicht mehr verändert, ohne dass die Änderung dokumentiert und freigegeben ist. Das macht Bauteile über Jahre vergleichbar.

Dokumentierte Erstmuster

Mess- und Werkstoffnachweise werden zur Freigabe geliefert. Auf Wunsch nach Ihrem Prüfplan oder in Ihrem Dokumentenformat.

Änderungsmanagement

Konstruktions- und Prozessänderungen laufen über einen definierten Freigabeweg. Ihr Einkauf und Ihre QS wissen jederzeit, welcher Stand geliefert wird.

Lieferantenaudits

Wir sind Auditierungen aus der Luft- und Raumfahrt gewohnt und öffnen unsere Prozesse auch industriellen Kunden.

Messen und Prüfen im Haus

Geometrie- und Bauteilprüfung erfolgen bei uns, nicht bei einem Dritten. Das verkürzt die Schleifen zwischen Fertigung und Freigabe.

Excellence in Industry & Automatisation

Mit Composite-Materialien werden beschleunigte Massen deutlich reduziert. Hinzu kommen weitere Vorteile wie höhere Steifigkeiten bzw. günstigere Eigenfrequenzen, besseres Rückstellvermögen, höhere Vibrationsdämpfung sowie eine verbesserte Wärmestabilität. Oft wird mit Composites auch die technische Komplexität vereinfacht. Die Connova Group bietet Ihnen hierzu Machbarkeitsanalysen, Produkt-Entwicklungen sowie die Fertigung von Serien-Bauteilen. Wir unterstützen Sie gerne bei der Beurteilung Ihres Projekts und begleiten Sie bei der erfolgreichen Umsetzung.

Von CFK Spalttöpfen bis hin zu Rohren, Hülsen und Platten

Vom Prototypen bis zur vollständigen Serienproduktion.

CFK Spalttöpfe

Erhöhen Sie Ihre Systemeffizienz um 25% – Keine Wirbelströme, optimierte Passgenauigkeit und skalierbare Serienfertigung für maximale Leistung. 

Vom Prototypen bis zur vollständigen Serienproduktion.

CFK Bandagen und Hülsen

Carbon Hülsen und Bandagen optimiert für höhere Drehzahlen – Steigern Sie Leistung und Effizienz mit unserer skalierbaren Fertigung.

Vom Prototypen bis zur vollständigen Serienproduktion.

CFK Platten

Maximieren Sie mit unseren CFK Platten die strukturelle Integrität und Effizienz Ihrer Anwendungen.

Warum Connova für Industrie- und Automatisierungsprojekte angefragt wird

Sechs Aussagen zu unserer Position im industriellen Leichtbau – jede mit einer nachprüfbaren Stelle auf dieser Seite.

Umgesetzte Serienprojekte für Maschinenbau, Automatisierung und Robotik, nicht nur Prototypen

Beleg: Erfolgstories ABB, Besi, KUKA, Bosch Packaging, GlasTrösch

Drei eigene Serienprodukte in laufender Fertigung: Spalttöpfe, Bandagen und Hülsen, Platten

Beleg: Abschnitt Serienprodukte und die verlinkten Produktseiten

Fertigungstiefe von Werkzeugbau über Composites und Bearbeitung bis zur Prüfung im eigenen Haus

Beleg: Abschnitt Bearbeitung von Verbundwerkstoffen sowie Kernkompetenzen

Alle fünf Verfahren im Haus — die Bauweise richtet sich nach dem Bauteil, nicht nach der Anlage

Beleg: Abschnitt Fertigungsverfahren im Überblick

Zertifiziert nach EN 9100 und ISO 9001, mit Qualitätsstandards aus der Luftfahrt

Beleg: Abschnitt EN 9100 und ISO 9001

Zwei Produktionsstandorte in der Schweiz und in Deutschland

Beleg: Villmergen (CH) und Klipphausen (DE), siehe Fusszeile

Medizinaltechnik

Hohe Festigkeit, geringes Gewicht, gute Korrosionsbeständigkeit und insbesondere die Röntgentransparenz machen Carbon-Composites für die moderne Medizin besonders interessant. In unserer langen Geschichte im Bereich Composites haben wir uns ein spezifisches Know-how in der Medizinaltechnik angeeignet. So können wir auch innerhalb kurzer Fristen höchste Anforderungen erfüllen – individuell und zertifiziert.

KNOW-HOW

Spezifische Erfahrungen in vielseitigen Bereichen der Medizinaltechnik

COMPOSITES

Festigkeit, Leichtigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Röntgentransparenz

INDIVIDUALITÄT

Persönliche Begleitung von der Machbarkeitsanalyse bis zur Serienreife

Unsere Erfolgstories

Schärer Medical

Röntgentransparente Patientenliegen

Dank dem Einsatz von CFK ist es möglich, die Patientenpositionierung in der Wirbelsäulenchirurgie während dem Operationsprozess inklusive dem Röntgen nicht zu verändern. Folgende Leistungen erbringt die Connova Group für Schärer Medical:

  • Durchführung einer Machbarkeitsstudie anhand Kunden-Lastenheft
  • Analytische Berechnungen der Steifigkeit und Festigkeit
  • Testen der Berechnungen am Prototyp
  • Produktion von CFK-Teilen für die Patientenliege in Serienwerkzeugen, inklusive Strukturklebungen

Paul Scherrer Institut

Patientenliege

Die für das PSI entwickelte Patientenliege zeichnet sich durch eine hohe Positioniergenauigkeit aus, die dank der Steifigkeit und CNC-Bearbeitungspräzision erreicht wird. Ausserdem bietet die Liege höchste Röntgentransparenz für die Protonen-Strahltherapie. Dank hochstehender Verarbeitung und leichter CFK-Sandwichbauweise ergeben sich hier keine störenden Artefakte, was zu einer einer wesentlichen Verbesserung der Therapie führt.

REGA

Trage für Rettungshelikopter

Für die REGA entwickelt die Connova Group leichte und röntgentransparente Schalenteile, die sich durch eine hohe Steifigkeit und Festigkeit auszeichnen. Die entsprechende Trage ist einfach zu reinigen. Weitere Details:

  • Schalenbauteil aus CFK/AFK-Prepreg
  • Exakte CNC-Nachbearbeitung

Excellence in der Medizinaltechik

Carbon-Composites erweitern nicht nur die rein technischen Applikationsmöglichkeiten; sie vereinfachen auch die Handhabung im täglichen Gebrauch. Wir begleiten Produktingenieure und andere Entscheidungsträger von der ersten Machbarkeitsanalyse bis hin zur Serienreife. Dabei unterstützen wir auch bei der Beurteilung des Projekts und helfen Vorurteile und Risiken abzuwägen, damit das Gesamtprodukt erfolgreich umgesetzt werden kann.

Composites im Maschinenbau – häufige Fragen

Die Fragen, die uns Konstrukteure und Einkäufer im Erstgespräch am häufigsten stellen.

Ab welcher Stückzahl lohnt sich ein CFK-Bauteil im Maschinenbau?
Ab rund 50 Bauteilen pro Jahr wird eine Serienfertigung wirtschaftlich, weil sich Werkzeug- und Rüstkosten dann sinnvoll verteilen. Es müssen keine 50 identischen Teile sein: Auch mehrere Varianten in kleiner Stückzahl zählen zusammen, wenn sie dasselbe Werkzeug- und Prozesskonzept nutzen. Nach oben ist die Menge offen. Einzelstücke und Prototypen fertigen wir ebenfalls, dort dominieren allerdings die Einmalkosten den Stückpreis.
Deutlich teurer im reinen Bauteilpreis. Die Rechnung geht trotzdem auf, wenn das Bauteil ein Problem löst, das Metall nicht lösen kann — eine höhere Taktzahl, weniger Antriebsenergie, längere Wartungsintervalle oder eine Messgenauigkeit, die sonst nicht erreichbar ist. Entscheidend ist die Betrachtung über die Lebensdauer der Maschine, nicht der Einkaufspreis des Einzelteils. Wo dieser Nutzen fehlt, raten wir vom Composite-Bauteil ab.
Als Dauergebrauchstemperatur gilt je nach Harzsystem eine Grenze von rund 200 °C. Für kurzzeitige Spitzen und für Sonderanwendungen mit Hitzeschutzaufbau gibt es Lösungen darüber hinaus — für Bauteile, die dauerhaft mehreren hundert Grad ausgesetzt sind, ist Faserverbund jedoch nicht der richtige Werkstoff.
Technisch ja, sinnvoll meistens nicht. Ein Faserverbundbauteil folgt anderen Konstruktionsregeln: Die Fasern werden entlang der Lastpfade gelegt, Wandstärken und Übergänge sehen anders aus, und die Krafteinleitung wird über eingebettete Inserts gelöst. Wer die Metallgeometrie unverändert übernimmt, verschenkt den grössten Teil des möglichen Gewichts- und Steifigkeitsgewinns. Wir starten deshalb bei der Funktion, nicht bei der Zeichnung.
Über eingebettete Metallinserts, Lagersitze und geklebte Metallknoten. Die Anbindung ist im Composite-Bau die eigentliche Ingenieursaufgabe — sie entscheidet über die Belastbarkeit der gesamten Baugruppe. Bei den Roboterarmen für Bosch Packaging etwa tragen gewickelte CFK-Rohre die Struktur, während beschichtete Aluminium-Frästeile die Kräfte einleiten. Bei der Wippe für die Besi Group lag die geforderte Klebegenauigkeit unter 0,015 mm.
Ja. Wir bearbeiten auch Bauteile, die nicht bei uns gefertigt wurden, und übernehmen Lohnfertigung im Modell-, Werkzeug- und Vorrichtungsbau. Die Bearbeitung von Faserverbund erfordert diamantbestückte Werkzeuge, angepasste Schnittparameter und eine Absaugung direkt an der Schneide — sonst entstehen Delamination und Faserausrisse.
Prepreg-Autoklav für höchste Bauteilqualität bei Auslegern, Balken und Gehäusen. Heisspressen für flächige Bauteile in grösserer Stückzahl. Wickeltechnologie für alles Rotationssymmetrische — Spalttöpfe, Bandagen, Hülsen, Rohre. RTM für Strukturbauteile mit zwei sauberen Oberflächen. Vakuum-Infusion für grossflächige Einhausungen und Sonderbauteile. Häufig kombinieren wir mehrere Verfahren innerhalb einer Baugruppe.
Kohlenstofffasern leiten elektrisch. Wo das stört, arbeiten wir mit Glas- oder Aramidfasern oder mit einem gemischten Aufbau. Für ABB fertigen wir aramidfaserverstärkte Serienbauteile für den Hochspannungsbereich. Umgekehrt lässt sich Leitfähigkeit auch gezielt herstellen, etwa für Erdung oder EMV-Anforderungen.
Das hängt von Geometrie, Verfahren und Werkzeugaufwand ab. Verlässlich planbar wird es nach der Machbarkeitsanalyse: Danach stehen Verfahren, Werkzeugkonzept und Aufwand fest. Wir nennen die Termine erst dann — und halten sie.
Ja. Die Connova Group fertigt an zwei Standorten: in Villmergen in der Schweiz und in Klipphausen bei Dresden. Deutsche und europäische Kunden werden über den Standort Klipphausen betreut, wodurch Zoll- und Lieferfragen entfallen.
In vielen Fällen ja. Beschädigte Bereiche lassen sich ausarbeiten und neu laminieren, Klebeverbindungen erneuern. Ob eine Reparatur wirtschaftlich und technisch vertretbar ist, hängt vom Schadensbild und vom Lastfall ab. Wir beurteilen das am Bauteil.
Der Spalttopf trennt in Spaltrohrmotor- und Magnetkupplungspumpen den Rotorraum vom Medium. Besteht er aus Metall, entstehen im Magnetfeld Wirbelströme, die als Verlustwärme verloren gehen. Ein Spalttopf aus Faserverbund erzeugt diese Verluste nicht — dadurch steigt die Systemeffizienz um bis zu 25 %. Wir fertigen ihn in Wickeltechnologie mit reproduzierbarer Wandstärke, auch in Serie.

Fachbegriffe kurz erklärt

Prepreg

Mit Harz vorimprägniertes Fasergewebe oder -gelege. Ermöglicht exakt definierte Faser-Harz-Verhältnisse und reproduzierbare Kennwerte.

Wärmeausdehnungskoeffizient

Mass für die Längenänderung je Grad Temperaturunterschied. Bei CFK lässt er sich über den Lagenaufbau bis nahe null einstellen.

Autoklav

Druckbehälter, in dem Bauteile unter Temperatur und Überdruck aushärten. Erzeugt hohe Faservolumengehalte und geringe Porosität.

Eigenfrequenz

Frequenz, bei der eine Struktur von selbst schwingt. Ein leichteres, steiferes Bauteil hat eine höhere Eigenfrequenz und beruhigt sich nach dem Positionieren schneller.

RTM

Resin Transfer Molding: Das trockene Faserpaket wird in ein geschlossenes Werkzeug eingelegt, das Harz anschliessend injiziert. Ergibt zwei definierte Oberflächen.

Delamination

Ablösung einzelner Faserlagen voneinander. Häufigster Fehler bei falscher Bearbeitung oder Überlastung.

VARI

Vacuum Assisted Resin Infusion: Das Harz wird unter Vakuum in das trockene Fasergelege gezogen. Geeignet für grossflächige Bauteile ohne Autoklav.

Insert

Im Laminat eingebettetes Metallelement zur Krafteinleitung, etwa für Verschraubungen oder Lagersitze.  

Wickeltechnologie

Endlosfasern werden unter definierter Spannung auf einen Kern gewickelt. Verfahren für alle rotationssymmetrischen Bauteile mit exakter Wandstärke.

Spalttopf

Bauteil, das in Spaltrohrmotor- und Magnetkupplungspumpen den Rotorraum vom Fördermedium trennt. Aus Faserverbund entstehen keine Wirbelstromverluste.

Lagenaufbau

Reihenfolge, Orientierung und Anzahl der Faserlagen. Er bestimmt Steifigkeit und Festigkeit richtungsabhängig und ist das eigentliche Konstruktionsmittel im Composite.

Bandage / Armierungshülse

Gewickelte Hülse, die Magnete oder Rotorbauteile bei hoher Drehzahl gegen die Fliehkraft sichert.

Faservolumengehalt

Anteil der Fasern am Bauteilvolumen. Je höher, desto steifer und fester das Bauteil bei gleichem Gewicht.

Out-of-Autoklav

Aushärtung von Prepregs im Ofen statt im Autoklav, verdichtet nur durch Vakuum. Mit darauf abgestimmten Harzsystemen entstehen Bauteile mit sehr geringer Porosität.

Heisspressen

Prepreg-Verfahren, bei dem das Material in einem beheizten Werkzeug unter Pressdruck aushärtet. Kurze Taktzeiten und zwei definierte Oberflächen machen es wirtschaftlich für flächige Bauteile in Serie.

Endeffektor

Das werkstückseitige Ende eines Handhabungssystems — Greifer, Sauger oder Aufnahme. Masse an dieser Stelle wirkt am stärksten auf die Dynamik.

Unverbindliche Beratung für Industrie & Automatisierung Lösungen

Mit umfassendem Know-how aus jahrzehntelanger Erfahrung im Leichtbau für die Industrie & Automatisierung für namhaften Kunden sind wir perfekt aufgestellt, um Ihre Konzepte umzusetzen. Wir laden Sie zu einer professionellen Beratung ein, bei der wir ausloten, wie wir als Ihr zukünftiger Partner agieren könnten. Dieses erste Beratungsgespräch ist selbstverständlich unverbindlich und kostenfrei.

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